Historie

Der Erongo ist der Rest einer Ringintrusion, eines nicht bis an die Oberfläche vorgedrungenen Vulkanausbruches der Jura-Kreide-Zeit (vor ca. 140 bis 190 Millionen Jahren), eine elliptische Lavaschüssel aus Basalten und Granit. 
An der Südwestseite entstand dabei das Hohenstein-Massiv als mit Abstand höchster und steilster Teil des Erongos.

 Nach den Ureinwohnern der Steinzeit wurden Buschmänner und Damaras am Fuße des Hohensteins heimisch. Viele hinterließen Zeugnis in Form von Zeichnungen an überhängenden Felswänden, Höhlen und gewaltigen Felsbrocken.

In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts entstand die Farm Davib Ost 61. Mit unglaublichem Arbeitsaufwand wurde versucht, eine der beeindruckendsten und urwüchsigsten Landschaften zu „zivilisieren“. Mit Stampfbohrern wurden Brunnen in den Granit geschlagen. Weideflächen eingezäunt. Schließlich wurde auch nach Mineralien geschürft.
Nach vielen harten Jahren führte die Schafzucht zu Wohlstand, was Funde der Reste eines Speichenrades mit dem Teil des Differentials einen teuren alten PKWs belegen.

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Zu Beginn der 90iger Jahre wurde damit begonnen, in Zusammenarbeit mit der (EMNC) Erongo Mountain Nature Conservancy, das Gebiet der Farm Davib Ost 61 in ein ‚Private Reserve‘ – einen Naturpark in privater Hand – zurückzuführen. Auf den ca. 8000 ha wurden viele Kilometer Weidezaun abgebaut. An der Außengrenze der EMNC, an der Straße D 1935 entlang wurden ca. 18 km Wildschutzzaun gebaut, der täglich von einem Wildhüter abgeritten wurde. Daneben wurde der Bau der Hohenstein Lodge durchgeführt. Da Davib Ost 61 direkt an das Kommunalgebiet des Damaralandes angrenzt, ging es auch darum, für die einheimische Bevölkerung Arbeitsplätze im Bereich des Tourismus zu schaffen. Diese Erwerbsmöglichkeiten sind für die Ortsansässigen von existentieller Bedeutung, da die Ortschaften weit weg von größeren Siedlungen liegen.
Damaras wurden von Anfang an in das Projekt integriert. Unter Leitung von Fachleuten bauten Bewohner des Damaralandes die Lodge, die Wasserleitungen und die Wildschutzzäune und wurden für ihre Tätigkeit auf der Lodge ausgebildet.
Da es in der Gegend nur sehr wenige Arbeitsplätze gibt, schürfen viele Einheimische im angrenzenden Kommunalgebiet nach Halbedelsteinen. Auch zu diesen ’small minern‘ versuchen wir gute Kontakte zu unterhalten und bei ihnen das Bewusstsein für die Werte der Natur zu fördern und damit den nachhaltigen Schutz der Natur zu gewährleisten.

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